Gemeindeleben – Partnergemeinden

Bei unseren Partnerschaften handelt es sich um recht enge, gegenseitige Partnerschaften zu Gemeinden der weltweiten Brüder-Unität. Die Partnerschaften der Herrnhuter Brüdergemeine in Nordrhein-Westfalen bestehen seit Jahrzehnten.

Brüdergemeine Bethesda, Südafrika
(Informationen von Br. Dietz Weiß; redaktionell angepasst)
Die Begegnung von Missionar Heinrich Meyer mit dem Häuptling Zibi um 1860 markiert den Beginn der Mission im Hlubiland. 1883 ist Bethesda die Hauptstation für einen Bereich mit zahlreichen Außenposten. Bethesda liegt im Norden der Transkei, die 1976 infolge der strikten Apartheidpolitik der Südafrikanischen Regierung als "Homeland" in eine politische Selbstständigkeit entlassen wurde.
1980 hatte mich (Dietz Weiß) die Direktion zu einer mehrwöchigen Informations- und Besuchsreise nach Südafrika geschickt, so kam ich auch nach Bethesda. Es war die Zeit der strikten Rassentrennung. Kirchen, viele Aktionsgruppen, die Brüdergemeine als Mitgliedskirche der EMS ("Evangelisches Missionswerk in Südwest-Deutschland", heute: "Evangelische Mission in Solidarität") unterstützten Kirchen in Südafrika im Kampf gegen die Apartheit. Das war auch für mich Motivation und Triebfeder über eine Direktpartnerschaft mit Bethesda nachzudenken. Die Partnerschaft entwickelte sich allmählich über Briefe, es gab keinen Austausch formulierter Vereinbarungen, ich ließ mich davon leiten, keine Dominanz von unserer Seite aufkommen zu lassen. Durch eine zweite Reise nach Südafrika 1985 wurde die Partnerschaft weiter konkretisiert. Im gleichen Jahr konnte Br. Dube am Kirchentag in Düsseldorf teilnehmen und unsere Gemeinde kennenlernen. 1988 besuchten wir dann mit einer 7-köpfigen Gruppe Bethesda.
Unserer Partnerschaft mit der Brüdergemeine Bethesda (Ostkapregion, Kreis Matatiele), Südafrika, besteht seit 1985. (Anmerkung der Redaktion: Ostkapregion ist eine veraltete Bezeichnung für die heutige Region "KwaZulu-Natal").

Benigna Grüneberg

Das 35jährige Jubiläum dieser Partnerschaft im Jahr 2015 feierte eine Delegation der Brüdergemeine aus NRW zusammen mit den südafrikanischen Geschwistern. Eine tolle Idee war es, dass die Delegation in den verschiedensten Häusern mit den Familien leben durfte. Des Weiteren besuchte die Delegation sämtliche Teilgemeinden der Brüdergemeine Bethesda, wo diese herzlichst begrüßt wurde. Zum Dritten gab es viele Gelegenheiten, sich ein Bild von wichtigen Projekten, Einrichtungen und der Landschaft zu machen.

Unsere Gastfamilie (für 2 Tage), 2015

Schwestern unter sich in Bubesi (Teilgemeinde von Bethesda)

Farwell-Party in Bethesda

Farwell-Party in Bethesda

Ehemaliges Gemeinhelfer-Ehepaar von Bethesda

Abschied, 2015

Der Besuch aus Bethesda, Südafrika 2018

Schwestern vor dem Kölner Dom

Amsterdam Süd-Ost
Die Partnerschaft mit der Brüdergemeine Amsterdam Süd-Ost (Informationen von Br. Dietz Weiß und Tobias Buchholz)
Mitte der 60er Jahre, also vor der Konstituierung der Brüdergemeine in NRW, gab es Verbindungen zur BG in den Niederlanden, die ihrerseits einen Zustrom von Einwanderern, Surinamern, aus der damaligen niederländischen Kolonie Suriname (Südamerika) erlebte. Ein Aufbruch auf unserer Seite geschah durch die junge Generation. Der "Köln-Düsseldorfer Jugendkreis" – ältere Jugendliche und brüderische Studenten - verbunden mit Jugendlichen aus dem Raum Bielefeld unterhielten lebendige Begegnungen zur Jugendarbeit in Zeist.
Als Gesamtgemeinde entwickelten wir Begegnungen mit den vor allem aus Surinamern bestehenden Gemeinden in Rotterdam, Utrecht und Amsterdam-Bijlmermeer (so hieß ja zunächst die Gemeinde in Amsterdam Südost). Schließlich führte die Direktion feste Partnerschaften zwischen den Gemeinden ein. Unsere Partnergemeinde wurde Amsterdam-Bijlmermeer. Der jetzige Gemeinhelfer der Gemeinde Amsterdam Süd-Ost, Bruder Christian Lindler, stammt aus der Jugendarbeit in NRW (Dortmund).
Motivation und Triebfeder unserer Partnerschaft:
• Partnerschaften können den Erfahrungshorizont über den Tellerrand der eigenen Gemeinde weiten.
• Die Begegnungen können spirituell anregen und bereichern.
• Was verbindet/was erschwert bei der aktuellen Frage nach der Einheit in der Vielfalt die Unität, was ist "die Mitte"?
• Erfahrungen mit Integration.

Gemeinsame Ältestenrat Tagung der Brüdergemeine NRW und Amsterdam-Südost, 2014

Besuch aus NRW anlässlich des Erntedankgottesdienstes am 2.10.2016

Jugendliche in Amsterdam-Südost

Brüdergemeine Kleinwelka bei Bautzen
Die Kolonie Kleinwelka ist eine Ansiedlung der Herrnhuter Brüdergemeine im Bautzener Ortsteil Kleinwelka in der Oberlausitz in Ostsachsen (Wikipedia). Überregional bekannt ist der Ort heute durch den ansässigen größten Saurierpark Deutschlands. 1751 durften sich Mitglieder der Herrnhuter Brüdergemeine in dem sorbischen Ort niederlassen. Neben dem Kirchsaal als Ortsmittelpunkt sowie einem Schwestern-, Brüder- und Waisenhaus entstanden damals u.a. zwei Internatsschulen für Kinder von Missionaren. Es wurde erfolgreich damit begonnen, für die Schwesternhäuser in Kleinwelka ein neues, sehr kreatives und spannendes Nutzungskonzept zu entwickeln.
Die Brüdergemeine in Nordrhein-Westfalen unterhält seit 1970 eine partnerschaftliche Beziehung zur Brüdergemeine in Kleinwelka. Vornehmlich vor dem Mauerfall 1989 gab es immer wieder Besuche und zahlreiche Zuwendungen finanzieller und materieller Art von West nach Ost.
Seit einigen Jahren gibt es, neben dem beiderseitigen Austausch des jeweiligen Gemeindegrußes im September einen Partnerschaftssonntag, an dem über das Gemeindeleben berichtet wird.
In unregelmäßigen Abständen begegnet man sich weiterhin: gemeinsam Gottesdienst feiern, Singstunden und Liebesmahl halten, Ausflüge und Stadtbesichtigung machen, Gemeinsamer Einsatz auf dem Gottesacker (Friedhof), Vorträge halten.

Erntedankfest in Kleinwelka

Bei den Geschwistern zu Gast

Besuch aus Kleinwelka, Sommerfest 2017 in D. - Garath

Gottesackereinsatz 2016: Ein alter Multicar (DDR Produktion) tut immer noch treue Dienste

Das Team aus Kleinwelka und NRW

Der kleine "Eine Welt Kiosk"